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Für ihn. Für uns. Für Menschlichkeit.

Für ihn. Für uns. Für Menschlichkeit.

Ilan Fiorentino ist einer von mehr als 1.200 Israelis, die am 7. Oktober 2023 beim Überfall der Hamas ermordet wurden. In Kooperation mit der jüdischen Gemeinde Düsseldorf fördert das Landesbüro sein Andenken auf besondere Weise – ein Fußballcup, der Menschen aus offiziell befeindeten Staaten friedlich zusammenbringt. Neben Fußball gab es am 7. Juni 2026 auch Musik, Kulinarisches aus Israel und ein buntes Kinderprogramm.

„Hass, Ausgrenzung und Antisemitismus haben in Düsseldorf keinen Platz!“ Mit diesen Worten eröffnete die Stellvertretende Ministerpräsidentin und Wirtschaftsministerin Mona Neubaur auf dem Gelände des Polizei-Sport-Vereins den bereits zweiten Ilan Fiorentino Cup. Vier Mannschaften aus drei Ländern, darunter die aus jüdischen und arabischen Studenten zusammengesetzte Gruppe des Sapir College in Sderot sowie der FC Lion and Sun der iranischen Community, kamen am Aaper Wald zusammen, um gemeinsam das Gedenken an Ilan Fiorentino aufrecht zu erhalten. So säumten Flaggen Nordrhein-Westfalens, Israels und des prä-revolutionären Irans das Spielfeld, auf dem nebst Neubaur auch der Düsseldorfer Oberbürgermeister, Dr. Stephan Keller und der Vorstandsvorsitzende der Jüdischen Gemeinde Düsseldorf, Dr. Oded Horowitz, feierliche Reden hielten. 

Die Redner betonten die Bedeutung von Zusammenhalt und Solidarität in Zeiten zunehmender gesellschaftlicher Spannungen, die sich auch durch eine kleine Protestgruppe mit Palästina-Flaggen, Schildern und Megafonen vor der Sportanlage bemerkbar machten. 

Dabei war dieses Freundschaftstournier ein Fest des Zusammenhalts und auch ein Ausdruck des lebendigen jüdischen Lebens in Düsseldorf: Organisiert von der Jüdischen Gemeinde Düsseldorf traten neben Ilan Fiorentions Mannschaft „Sha‘ar HaNegev Vatikim“ und der Studentenmannschaft des Sapir College in Sderot auch der FC Landtag und der FC Lion and Sun der iranischen Community gegeneinander an. Die Menschen begrüßten sich mit Umarmungen, und bei personellen Engpässen tauschten die Mannschaften Spieler über nationale Grenzen hinweg untereinander aus. Mit zunehmendem Sonnenschein und Falafel, Wassermelone und Kaltgetränken war die Stimmung nicht nur auf, sondern auch neben dem Platz freundlich und gemeinschaftlich. Für Kinder gab es Fußballtraining und Betreuung durch das jüdische Jugendzentrum Kadima Düsseldorf mit Gesichtsschminken und Hüpfburg.

Die Stellvertretende Ministerpräsidentin sprach der Familie des Ermordeten ihre Solidarität aus und lobte die Stärke der Angehörigen. Anwesend waren Ilan Fiorentinos Witwe Sharon und deren Schwägerin. Das Turnier sei weit mehr als ein sportlicher Wettbewerb, erklärte Sharon Fiorentino. Es ehre ihren Mann durch den Sport, den er so sehr geliebt habe. Dazu wurden Videobotschaften von Freunden und Weggefährten der Familie sowie Fotos des Ermordeten mit Frau und Kind eingespielt. Ministerin Neubaur hob hervor, dass die Veranstaltung zeigen solle, dass Hass, Ausgrenzung und Antisemitismus in Düsseldorf nicht existieren dürfen. Damit spielte sie auf das teils antisemitische Protestgeschehen vor dem Hotel der israelischen Fußballer an, das sich am Vorabend vor dem Tournier ereignet hatte.

Aufgelockert durch Liveperformances der israelischen Sängerin Lior Peretz aus Berlin und Tanzeinlagen der Gruppe „Madika“ aus dem Jugendzentrum Kadima spielten die vier Mannschaften in sechs Spielen jeweils gegeneinander. Moderiert von Sky- und RTL-Kommentator Oliver Seidler zogen die zwei israelischen Mannschaften ins Finalspiel, in dem die „alten Herren“ der Sha‘ar HaNegev Vatikim erst beim Elfmeter-Spielen den Studenten des Sapir College unterlagen. 

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