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Minister Liminski in Paris: Frankreich vor den Wahlen

Minister Liminski in Paris: Frankreich vor den Wahlen

Deutsch-französische Zusammenarbeit und Entwicklungen vor der französischen Präsidentschaftswahl stehen im Mittelpunkt des Besuchs

08.07.2026

Knapp zehn Monate vor der französischen Präsidentschaftswahl reist Europaminister Nathanael Liminski für politische Gespräche nach Paris. Im Rahmen seines eintägigen Aufenthaltes wird er dort Vertreterinnen und Vertreter aus Politik und Medien treffen, um sich über aktuelle Entwicklungen in Frankreich, die Perspektiven der deutsch-französischen Zusammenarbeit sowie akute europapolitische Herausforderungen auszutauschen.

Minister Liminski: „Frankreich ist für uns in Deutschland ein wichtiger Werte- und Wirtschaftspartner. Nachhaltige Impulse für die Europäische Union sind auf die enge Zusammenarbeit unserer beiden Länder angewiesen. Gerade in Zeiten tiefgreifender geopolitischer, wirtschaftlicher und sicherheitspolitischer Veränderungen kommt dem deutsch-französischen Tandem eine besondere Verantwortung für den Zusammenhalt und die Handlungsfähigkeit Europas zu. In den Tagen des Urteils im Berufungsprozess gegen die frühere Präsidentschaftskandidatin Marine Le Pen möchte ich aus erster Hand erfahren, welche politischen Auswirkungen diese Entscheidung auf den weiteren Verlauf des Präsidentschaftswahlkampfs haben könnte. Die Wahl im Frühjahr 2027 wird richtungsweisend für Frankreich, Deutschland und die gesamte Europäische Union sein. Aus den Parallelen in der Auseinandersetzung mit Populisten und Extremen können wir voneinander lernen.“

Auf dem Programm stehen unter anderem Gespräche mit Jean-François Rapin, Vorsitzender des Europaausschusses im Senat, Europaminister Benjamin Haddad, Xavier Fournier, Nationalsekretär der Partei Horizons mit Zuständigkeit für Europa und Generalsekretär der Fraktion Les Indépendants im Senat, Emmanuel Grégoire, Bürgermeister von Paris, Bruno Le Maire, ehemaliger Verteidigungsminister, und Marina Ferrari, Ministerin für Sport, Jugend und Gemeinschaftsleben.

Besuch des Esports World Cup (EWC)

Neben den politischen Gesprächen nutzt Minister Liminski den Aufenthalt in der französischen Hauptstadt in seiner Doppelfunktion als Medienminister auch für einen Besuch des Esports World Cup (EWC), der nach zwei erfolgreichen Ausgaben in Saudi-Arabien nun erstmals in Europa stattfindet. Bis zum 23. August werden rund 2.000 Spitzenspielerinnen und Spitzenspieler aus über 100 Ländern in 24 verschiedenen Spielen gegeneinander antreten. Minister Liminski: „Nordrhein-Westfalen ist starke und stolze Heimat der Computer- und Videospielbranche. Mit zahlreichen Entwicklerstudios, einer dynamischen Games-Wirtschaft und der gamescom als weltweit größter Messe für Computer- und Videospiele verfügt unser Land über ein einzigartiges Games-Ökosystem. Der Esports World Cup bietet die Gelegenheit, internationale Entwicklungen und neue Trends aus nächster Nähe kennenzulernen sowie Anregungen für die weitere Stärkung des Games- und Esports-Standorts Nordrhein-Westfalen mitzunehmen. Die digitale Kreativwirtschaft ist ein wichtiger Zukunftssektor mit großem wirtschaftlichem, technologischem und kulturellem Potenzial.“

Nordrhein-Westfalen und Frankreich

Frankreich ist ein zentraler Bezugspunkt für Nordrhein-Westfalen. Mit keinem anderen Land verbindet uns ein dichteres Netz an Schulpartnerschaften (rund 492) und Städtepartnerschaften (rund 258). Nach den Niederlanden und vor Polen ist Frankreich der viertwichtigste Handelspartner Nordrhein-Westfalens. Passend dazu hat die Handels- und Wirtschaftsabteilung der französischen Botschaft (Business France) ihre Deutschlandzentrale in Düsseldorf.